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Wort zum Tag

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Montag, 21. Oktober 2019
Wehe den Hirten, die sich selber weiden! Sollten die Hirten nicht die Herde weiden? Hesekiel 34,2

Der Prophet braucht ein starkes Bild. Unweigerlich kommen mir nicht etwa Schafe in den Sinn, sondern Menschen, die nicht mehr mit beiden Beinen auf dem Boden stehen und die Realität unserer Welt aus den Augen verloren haben. Ich nehme wahr, dass sie oft an ihr eigenes Fortkommen denken, sich mit ihresgleichen zusammenschließen und kaum mehr Notiz nehmen von dem, wie sich unsere Gesellschaft und die Welt weiterentwickeln.

Der Prophet spricht eine Einladung aus: dass wir, wenn wir von Achtsamkeit reden, nicht nur an uns denken sollen, sondern auch an das Ergehen der Mitmenschen, der Gesellschaft, der weltweiten Kirche. Schafe brauchen die Achtsamkeit der Hirtin oder des Hirten. Die Menschen brauchen die gegenseitige Solidarität, brauchen nachhaltige und angstfreie Lebensräume, Gerechtigkeit, Frieden und Geborgenheit. Gott, die Lebendige, sagt uns Liebe zu, Gnade, daraus schöpfen wir Kraft, um einander Gutes zu tun und um miteinander achtsam umzugehen. Die Lebendige ist die Hirtin, sie braucht uns!
Danke für alle Kraft, die von dir kommt und hilft, dass wir davon weitergeben.


(bt)

 


 

 

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