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Die Frage nach dem Beziehungsfeld zwischen Sport und Ethik gehört zu den wichtigsten, die der professionelle Sport in Zukunft zu lösen hat
Die offizielle Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele in Vancouver, die zum ersten Mal in einer Sporthalle stattfand, war ein beindruckendes Spektakel, mit special visual effects aus der Geschichte und Kultur Kanadas, das durch ein Zauberland führte und bei Zusehern unvergessliche Eindrücke hinterließ. Und dann, nach einigen Stunden endlich die lang ersehnten, ersten Ski-Emotionen - die Flüge der "Jungs aus Papier", wie diese von einem Stern-Kolumnisten bezeichnet wurden.
Extrem abgemagerte Skispringer Der Fall der extrem abgemagerten Skispringer, die drakonische Diätmethoden anwenden um zwecks der Resultate das Gewicht auf ein Minimum zu reduzieren, wirft die Frage nach ethischen Grenzen im Sport auf. Haben wir es mit einem "Als-ob -Sport" und "Pseudo-Sportlern" zu tun? Diese recht originelle Bezeichnung wird von einem anderen Kolumnen-Schreiber verwendet, der in diesen Tagen der Sporteuphorie zu berichten weiß, dass die "physische und psychische Gesundheit unserer Pseudo-Sportler der tödlichen Zerstörung ausgesetzt wird". Die "Jungs aus Papier" stecken allerdings sprichwörtlich zwischen "Hammer und Amboss" oder es handelt sich hier - anders ausgedrückt - nur noch um einen kräftigen Hammerschlag: der Gewinn um jeden Preis, die Annährung an die biologischen Grenzen der Ausdauer, der Druck der Konkurrenz, der Trainer, der Sponsoren und der Zuschauer. Der Sport und der Sportler werden zu Ware, die wie auf der Börse gehandelt wird, ganz zu schweigen von den kriminellen Kartellabmachungen, die für unsagbare Gewinne sorgen.
Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Schwer zu sagen! Auf jeden Fall werden die meisten von uns am Abend wieder vor dem Fernseher sitzen um mit vor Erregung zitternder Stimme die Athleten in Vancouver anzufeuern.
Autor: Tadeusz Prokop
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