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Evangelische Pfarrgemeinde Judenburg - Kirche mit Online-Gottesdienst

Avatar – eine Superproduktion des Science Fiction

Ein Kunstwerk der Kinogeschichte, das seit langem erwartet wurde
Zuschauerrekorde beweisen, dass die Kreatoren der Pandora-Welt ein überaus gelungenes Werk erschaffen haben

Mit dem Science-Fiction-Epos „Avatar“ hat die Kinobranche weltweit bereits das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt. Der kommerzielle Erfolg geht jedoch nicht Hand in Hand mit seiner Anerkennung als Kunstwerk. Die Kritikpunkte  sind mittlerweile längst bekannt und wirken beinahe schon abgedroschen:  Die Story ist banal und obsolet, vorhersehbar und plump. Die Charakter wirken klischéehaft, die Dialoge unausgereift und in keinster Weise originell. Die Musik ist einfallslos und Träge, deplatziert und langweilig. All das, was einen guten Film ausmacht, wurde auf dem Altar der Technik geopfert, die das Spektakel zu einer Art Feuerwerk von special effects macht.

Sonderstellung von Avatar
Es ist wohl keine Überraschung, dass die meisten professionellen Verfasser von  Filmrezensionen, wohl aus den oben genannten Gründen, keinen Kniefall vor dem neuesten Werk James Cameron machen werden, es sei denn, über den Film wird ein Regen von Auszeichnungen und internationalen Preisen ausgeschüttet. Es liegt jedoch auf der Hand, dass es im Fall von „Avatar“  viele „objektive Gründe“ für seine Sonderstellung gibt, die mit der Optik, Technologie und vor allem der Art der Produktion zusammenhängen. Dabei knüpft James Cameron in seinem Werk an diese Grundzüge von science fiction und fantasy an, die das Genre besonders attraktiv machen: die Schaffung  von world-building,  in der es meist fremde Wesen und ferne Welten gibt. Um sie technisch nach eigenen Vorstellungen zu kreieren, wartete der Regisseur von „Titanic“  12 Jahre ab um die bis dahin übliche Computertechnik durch eine speziell für den Film konstruierte  „virtuelle“ Kamera“ zu ersetzen.

3D-Technik fesselt die Zuschauer
„Hollywood ist sehr konservativ, was die Stereoskop-3D-Technik betrifft“, urteilte Cameron vor der Filmprämiere und setzte selbstbewusst fort: „Mein Film wird ein Meilenstein in der Filmgeschichte sein, von dem es keine Umkehr mehr geben wird“.

Und tatsächlich: Die 3D-Technik ist es, die bei „Avatar“ besonders stark punktet und bis dahin in der Filmproduktion so nicht verwirklicht wurde. Der Zuschauer bekommt den Eindruck als wäre er ein Teil von Pandora, umgeben von den Filmhelden, mitten in einer  Welt fantastischer  Gewächse, überwältigender  Gasgiganten und  über seinem Kopf  herabhängenden Waldinseln.  Der beste Beweis allerdings, dass die Macher der Pandora-Welt ein überaus gelungenes Werk erschaffen haben, sind die Zuschauer selbst. Anscheinend tun sie sich schwer mit der Rückkehr in die Realität und suchen die Filmprojektionen zum zweiten, dritten und vierten Mal auf, auch wenn sie wissen, wie der Film von der Geschichte her, die sowieso vorhersehbar ist, ausgehen wird. Laut Schätzungen trägt gerade dieses Publikum zum finanziellen Erfolg von „Avatar“ wesentlich bei.

Vatikan zeigt kein Verständnis
Auch der Vatikan hat Ende Januar  zu „Avatar“ Stellung bezogen, was auf dieser kirchlichen Ebene nicht wirklich üblich ist. Dass die offizielle „Papstzeitschrift“  “L’Osservatore Romano”  im Film kein Kunstwerk erkennt, ist nicht wirklich überraschend und auch nicht zu erwarten. Der Kirchenstaat hielt es anscheinend aus ideologischen Gründen für relevant, auf den Film aufmerksam zu machen.  Cameron wurde nämlich eine „ verkehrte Spiritualität „ vorgeworfen, dass sein Werk für einen Gläubigen besonders „verdächtig“ machen soll.  Da es bei so viel „verblüffender, hinreisender Technik“  so „wenig aufrichtige  Emotionen“  gibt und vor allem die  „Anbetung der Schöpfung  anstatt des Schöpfers“ propagiert wird, sei das „Spektakel“ im Urteil der kirchlichen Presse den Preis für die Kinokarte nicht wert und der Aufruf zum Boykott des Filmes eine logische Konsequenz davon

Es ist eine Geschmacksache, ob jemand ein Fan von Science-Fiction & Fantasy ist. Für die Fans gibt es allerdings eine besonders gute Nachricht: Avatar ist eine Superproduktion der Science Fiction, ja ein Kunstwerk, auf das in der Filmgeschichte seit langem gewartet wurde!

Autor: Tadeusz Prokop

 

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