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Die evangelische Pfarrgemeinde Judenburg feiert seit Jahren Gottesdienste, die einladend und inspirierend sind. Den Besuchern machen sie auf jeden Fall Spaß!
Wir sind fest davon überzeugt – nicht zuletzt aufgrund der bei uns gemachten Erfahrung - dass der Gottesdienst, der früher einmal ein Angebot für alle war, eine Nischenveranstaltung geworden ist. Wahrscheinlich auch aus diesem Grund bleiben heute in den großen Städten 98% der Evangelischen dem Gottesdienst fern. Auf bessere Zahlen kommt man nur noch in Gegenden, in denen eine hohe Traditionsverbundenheit vorherscht, also vor allem in konfessionell stark geprägten Gebieten. Tatsache ist: Wir formen uns durch die Art, wie wir den Gottesdienst gestalten, durch die Sprache, die wir sprechen, durch die Musik, die wir spielen (der überwiegende Teil der Menschen unter 50 heute hat die Orgelmusik nie gehört und er wird sie wahrscheinlich auch nicht besonders mögen), durch die Themen, die wir ansprechen und durch die Kleidung, die wir anziehen, bewusst oder unbewusst ein bestimmtes Publikum.
Der Weg der Veränderung In unserer Gemeinde haben wir vor Jahren erkannt, dass unsere Gottesdienste an diese doppelte Kette von Kirchenmusik und liturgischer Tradition gelegt sind. Uns wurde bewusst, dass wir den Gottesdienst davon befreien müssen – sonst wird es ihn bald hier nicht mehr geben! Es hat viele Jahre gedauert, bis unsere Gemeindeleitung und einige engagierte MitarbeiterInnen einen Gottesdienst entwickelt haben, die – nach vielen erhaltenen Rückmeldungen -Menschen inspiriert und vor allem ihr Lebensgefühl anspricht. Dazu haben wir mit Umfragen gearbeitet, um die Bedürfnisse der Menschen vor Ort herauszufinden.
Viele neue Gottesdienstelemente Die gewonnenen Erkenntnisse brachten uns zur Entscheidung, unsere traditionellen Gottesdienste aufzulockern und diese schrittweise durch neue Gottesdienstformen zu ersetzen. Und so wird bei uns der Gottesdienst nicht vom Pfarrer gehalten, sondern von der Gemeinde gefeiert. Dabei wird gelacht und auch geweint, und manchmal auch geklatscht! Zwischenrufe zur Predigt gibt es selbstverständlich, aber auch die Möglichkeit zur Rückfrage. Predigt und „Liturgie“ werden immer auf mindestens zwei Personen verteilt. So können sich die Hauptakteure auf ihre Rollen konzentrieren, was sich besonders positiv auf die Qualität der Gottesdienste auswirkt. Die Musik und der Gesang sind modern, viele kreative Beiträge prägen das Geschehen.
Damit unsere Gottesdienste nicht ins Leere laufen, haben wir sie in ein umfassendes Gemeindekonzept eingebunden. Da unsere Gemeinde vor allem suchende und kirchendistanzierte Menschen erreichen möchte, gibt es dafür ein doppeltes Angebot: Ein „offener Gottesdienst“ und ein „Familiengottesdienst“.
Gottesdienste für Suchende Der offene Gottesdienst wird am zweiten Samstag um 18 Uhr angeboten. Die Themen sind lebensnah, die Predigt soll zeitgemäß sein d.h. sie muss mit dem Zuhörer einen informativen, argumentativen und kommunikativen Weg gehen. Kreative Beiträge wie Anspiele, Talkrunden oder Erfahrungsberichte ermöglichen einen wichtigen thematischen Zugang.
Familiengottesdienste werden am jeweils vierten Sonntag im Monat gefeiert. Diese Gottesdienste sind ein wichtiger Bestandteil in einer familienfreundlichen Gemeinde, die wir auf jeden Fall sein möchten. Sie werden einfallsreich, anschaulich und vor allem kindergerecht – auch in der Verkündigung – gestaltet.
Da unsere Gemeinde gewachsen ist und aus manchen Suchenden Mitarbeiter geworden sind, die eine Glaubensvertiefung benötigen und wollen, haben wir uns bewusst für zwei andere Gottesdienstarten, die allerdings auch offen und kreativ gestaltet werden – entschlossen: den Lobpreis- und Abendmahlsgottesdienst.
Gottesdienste für Glaubensvertiefung Im Lobpreisgottesdienst am 1.Sonntag im Monat wird bewusst eine Gebetsgemeinschaft erlebt. Es wird viel gesungen, über die Erfahrungen mit Gott berichtet und sogar mit Orf-Instrumenten musiziert.
Im Gottesdienst am 3.Sonntag feiern wir das Abendmahl, bei dem wir eine Gemeinschaft mit Jesus Christus in den Gaben von Brot und Wein erleben. Mit diesem Gottesdienst, der sich bei vielen großer Beliebtheit erfreut, knüpfen wir gezielt an die gemeinsame Mahlfeier des Urchristentums, das das „Brotbrechen“ als eine der Kennzeichen der christlichen Gemeinde nennt (Apostelgeschichte 2,42). Gelegentlich wird bei uns auch ein Talk-Gottedienst gefeiert, zu dem interressante Menschen bzw. auch Vereiner eingeladen werden.
„Besuchen Sie unsere Gottesdienste und nehmen Sie Ihre Freunde mit“ lautet ein Motto unseres Gemeindekonzepts. Wir möchten Sie zu diesem Besuch gerne einladen – Sie müssen ja nicht evangelisch sein! Wir würden uns auf jeden Fall darüber freuen.
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